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Große und kleine Fische!
#1
Große und kleine Fische!

Der Unterschied ist gewaltig. Mittlerweile sind es schon gut mehr als 50zig Jahre
an denen ich immer am Wasser etwas mit auf den Weg bekommen habe.
Ich persönlich mag zartes junges Fleisch, eben wie es beim Wildbeuter und Jäger halt so ist!
Ein Mann ein Jäger, ein Wildbeuter!
Und was die alten Wildbeuter, die Meister ihres Faches andeuten und berichten ist kein Unfug,
es ist aus der Erfahrung heraus gemacht.

Eine Story aus alten Angeltagen.
Wir machten uns auf zur alten Mole nach Großenbrode. Wir hörten von guten Fängen und
machten uns auf, hier auf  diesem lang gezogenen Schlängel von Mole mal unser Glück zu versuchen.
Die Namen der Kollegen sind unwichtig, ich möchte auch keinen von ihnen im Nachhinein diskreditieren.
Wir machten uns auf und fuhren mit dem Vehikel, es muss so um das Jahr 2001 gewesen sein.
Als alter Wildbeuter dachte ich, jeder steckt den Kopf in die Vorbereitung und Großenbrode ist eben nicht Travemünde.
Aber mehr nicht dazu, nie jemanden anderen mit sich selbst vergleichen.
Oder man merkt schnell, der wird ein Wildbeuter oder eben nicht!
Punkt aus , basta!
Nun egal, am Ziel angekommen da pfiff uns ein aber raues Lüftchen um die Ohren.
Auf der Innenseite der Mole ging es, wie beim Kutterangeln zu, geschätzt 40 Ruten reckten sich in den Himmel.
Nun wer lässt sich davon denn nun abhalten, nach gejuckelten 70 - 80 Kilometer aus Lübeck.
Ein verbleibender freier Platz wurde von uns als Angelplatz angenommen. Der war mehr oder weniger zweitklassig!  
Wer konnte damals denn ahnen das dieser Platz einfach unbeangelbar war, niemand,
so ist das mit Unwissenden.
Nach kurzer Zeit siedelten wir zur Seeseite der Mole und waren direkt vorne am Kopf.
Es dauerte nicht lange und wir fingen Fische, schöne prächtige Dorsche und Butt in guten Größen.
Einer meiner Kollegen, der als Quereinsteiger zum Angeln gestossen war, der fing einen Butt um die 50 cm mit Kopf und Schwanzflosse.
An diesem Fisch praktizierte ich für das Greenhorn eine Einweisung.
Die Weisheiten der Wildbeuter.
Dieser Fisch mit einer geschätzten Dicke von 3 - 4 cm war oder ist nicht einfach so mal eben, zuzubereiten.
Ich Rolf, der viel vom großen Jäger an der Trave gelernt hatte sagte ihm, entweder filetieren oder in 3 - 4 Stücke schneiden.
Der Abend war erfolgreich, etliche gute Fische durften mit nach Hause in die Hansestadt Lübeck,
die Königin in der Lübecker Bucht und der Bruderschaft der alten Hanse.

großer schöner Goldbutt
[Bild: 14_09_05_16_1_42_01_29381777.jpeg]

Es vergingen einige Tage,
zu Hause hatte ich meiner Frau von den sensationellen Fängen
unserer Truppe erzählt. Und von dem Butt den Marcello gefangen hatte,
da sagte ich nur Mantje Mantje in de See, so ein gigantischer Butt.  Was der Marcello daraus wohl macht?
Nach Tagen trafen wir uns, ich fragte erneut, was hast Du mit dem Fisch gemacht, Kopf ab, Schwanzflosse ab,
Seitenflossen ab und dann in Salz, Pfeffer und Mehl und in einem Stück in die Pfanne. Und?
Ja sagte Marcello, der Fisch ging nicht zu braten, er zerfiel, es lösten sich die Seitenflanken
und in der Mitte war er ja noch fast roh. Ich zu ihm, gedanklich natürlich maßlos enttäuscht,
warum hast Du es nicht so gemacht, wie ich es empfohlen hatte. 
So kann es nur im wahrsten Sinne des Wortes in die Hose gehen.
Voll daneben!
 
Was sagt Euch das Ihr Wildbeuter, immer bei der Arbeit, beim Hobby und Metier den Kopf einschalten,
nachdenken und auch mal einen Tipp annehmen, den ein erfahrener Kollege ausgibt.
Fische, die sehr  groß sind, haben es auch verdient vernünftig, waidgerecht  behandelt zu werden.
Und ganz einfach ein Fisch, der außen gut durch ist,
der kann bei einer Dicke von 3 - 4 cm an der Hauptgräte noch glibberig sein. NICHT DURCH!
Das erkennt und sieht man, roher oder nicht garer Fisch schmeckt nicht!
 
Und so einfach kann es oftmals sein, wenn man sich vernünftig den Kopf macht. Oder einfach auf einem Kollegen hört.
 
Angemessen mit dem Fisch, der Beute umgehen will auch gelernt sein.
Schmackhaft zelebrieren ist in der Regel die zweite wichtige Passion unseres Hobbies.

Wenn jemand den großen Fisch fängt, das soll ab und zu auch mal vorkommen, dann bitte den Kopf machen,
wie geht es jetzt weiter, was mache ich mit dem Brocken,
damit das Ganze auch zu einer guten runden und geschmackvollen Angelegenheit wird.

Die Geschmacksnerven werden es danken.
 
Rolf Willwater,
der Wildbeuter


ein großer Küstenleopard....der Jäger und Fänger ist stolz...
[Bild: 14_09_05_16_1_42_03_29392141.jpeg]

das sind eigentlich die richtigen Größen...noch ein Tipp mit der Wurzelbürste abschrubben..
[Bild: 7_05_01_17_8_53_47.jpeg]
[-] 3 User sagen Danke zu Wildewader für diesen Beitrag im Traveforum.
  • Cowie, Sven, Uwe
Antworten
#2
sehr schön beschrieben  Gut Gut
Antworten


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